Corona-Virus Presseberichte

NÖN:
Legionäre: Grenzen zu? Dann wird` eng / ÖFB braucht Frühjahrsputz
„Ganze Stange Geld, die dir da abgeht“ / Spielerverträge? Bitte zu Tisch
Spieler schauen durch die Finger / Müssen Klubs weiter zahlen? / NÖFV-Präsident: „Fußball nicht an erster Stelle“ / Erst einmal hinten anstellen

 

 

 

PRESSE-BERICHTE: 

NÖN (Woche 14/2020):

Legionäre: Grenzen zu? Dann wird` eng

Tschechischer Ausreisestopp kann auch in unserer Region zu Problemen führen.

Hart treffen würde es den USV Langenlois (Gebietsliga Nordwest/Waldviertel), der mit Innenverteidiger Martin Zocek, Flügelspieler Patrik Ruzicka und Mittelstürmer David Steiner drei Tschechen in seiner Stammformation hat. Das Fragezeichen hinter der Zukunft von ausländischen Spielern bereitet Trainer Gerhard Wildpert nicht nur um seinetwillen Sorgen. „Ohne Legionäre wird der Hobbyfußball wieder auf das zurückschrumpfen, was er einmal war. Meiner Meinung nach ist das schlecht. Die Gastspieler haben Qualität reingebracht.“ Jugendarbeit sei schön und gut, „aber irgendwann bist du am Zenit.

Kicken kann man nur von jemandem lernen, der besser kicken kann“, sagt Wildpert. Dürfen die Legionäre zur Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs nicht einreisen, werden einige Vereine Probleme kriegen, meint der Langzeitcoach der Kamptaler.

 

ÖFB braucht Frühjahrsputz

Bernhard Schiesser über die fehlende Konsequenz im Unterhaus- Fußball.

Und wie es fast zu erwarten war, ist es eben nicht so, dass sich alle Unterhaus-Klubs mit ihren Spielern kulant auf „kein Aufwand, keine Entschädigung“ einigen konnten. Ein Landesligist meldete seine Vertragsspieler ohne vorher das Gespräch zu suchen einfach ab. Ein Regionalligist hat einen seiner Spieler gar nicht erst als Vertragsspieler gemeldet. 1.500 Aufwandsentschädigung (reiste der Kicker zu jedem Training per Stretchlimousine an?), 200 Euro pro Punkt – „netto Banane“ an der Steuer vorbei! Das seien laut Gewerkschafter Gernot Zirngast nur die schlimmsten Auswüchse. Die Spieler liefen der VdF darüber hinaus dieser Tage die Türe ein, weil die März-Gelder fällig wären…

Völlig verrückt wird die Sache, wenn sich Vereinsfunktionäre hinstellen und staatliche Hilfe aus dem Corona-Fond fordern. Dem Fiskus unten ans Bein zu pinkeln und oben die Hand auf zu halten, ist dreist.

Jetzt muss man wissen, dass Zirngast & Co natürlich nicht frei von Eigeninteressen sind. Die Werbetrommel gehört gerührt, wenn sie gehört wird. Zur Wahrheit gehört schon auch, dass es hunderte Klubs gibt, die alles zumindest nach bestem Wissen korrekt machen. Die schwarzen Schafe gehören zum Schutz der Korrekten (Stichwort Chancengleichheit) konsequent abgestraft – endlich auch „sportgerichtlich“ mit Punkteabzügen oder Zwangsabstiegen!

Übrigens: NÖFV-Präsident Hans Gartner dafür in die Pflicht zu nehmen, kann man machen, geht aber an die falsche Adresse. Der ist einer von neun Landesverbandspräsidenten. So einen Frühjahrsputz muss der ÖFB initiieren. Jetzt!

 

 

NÖN (Woche 13/2020):

„Ganze Stange Geld, die dir da abgeht“

Gebietsliga-Kicker Fezulla Sali über die Geldsorgen und die Hoffnung auf Kompromisse.

Einmal ganz abgesehen davon, dass Fezulla Sali die Fußballpause „total nervt“. Die Coronaviren-bedingte Unterbrechung der Meisterschaft bedeutet für den Spieler des USV Langenlois (Gebietsliga Nordwest/Waldviertel) auxh auf finanzieller Ebene, Abstriche machen zu müssen. Ohne Aufwand, keine Entschädigung. NÖFV-Präsident Johann Gartners Meinung zur Zahlung von Geldern während der Krise teilen viele Vereine – auch wenn das ihre eigenen Spieler in Not bringt. Das ist Sali derzeit zwar nicht, der 25-Jährige ist aber in Sorge, denn sein Fixum und die Punkteprämie waren ein wichtiger Bestandteil seines Gesamteinkommens.

Im Verein kein Geld, in der Firma Kurzarbeit

Das erwartete Geld gibt es jetzt nicht, in der Malerfirma, in der er in der Bauleitung arbeitet, ist Sali in Kurzarbeit geschickt worden. Eine Situation, die für den Mittelfeldspieler nicht ungünstiger sein könnte: „Ich baue gerade ein Haus, Pflasterungsarbeiten und die Fassade sind zu machen. Das ist eine ganze Stange Geld, die dir da abgeht“, erzählt er. Salis Persönliche Hoffnung, die er auch für alle anderen Spieler hegt: „Es wäre vorteilhaft, wenn man mit den Vereinen eine Kompromisslösung finden könnte. Ansonsten ist es gut möglich, dass sie im Sommer einige Spieler weniger haben“. Er selber stelle zwar kein Ultimatum, würde sich aber wünschen, dass die Vereine die Hälfte der Aufwandsentschädigungen auszahlen.

Zumindest bei seinem Trainer Gerhard Wildpert stößt er damit nicht auf taube Ohren. Er weiß, „dass die Situation für Spieler, die von dem Geld abhängig sind, sehr dramatisch ist“. Es sei deswegen umso wichtiger, sich von Vertrag zu Vertrag genau anzuschauen, wie die Modalitäten sind.

Dass vor dem Herbst noch einmal Fußball gespielt wird, glaubt Sali übrigens nicht. Dass die Funktionäre deswegen Däumchen drehen, hofft der Mittelfeldspieler nicht. Er drängt auf Lösungen und Blick nach vor: „Das wird die nächste Transferzeit stark beeinflussen“.

 

Spielerverträge? Bitte zu Tisch

Bernhard Schiesser über fehlende Rechtssicherheit im Fußball-Unterhaus.

Klar, es gibt in der aktuellen Coronakrise Wichtigeres als die Frage, ob Unterhaus-Kicker bei Ausfall des Spielbetriebes weiter Geld bekommen oder nicht. Und dennoch offenbart die Diskussion darüber einmal mehr, dass diesbezüglich vieles im Argen liegt.

Was gilt als Aufwandsentschädigung und was nicht? Sind Leistubgsprämien zulässig oder nicht? Ab wann tritt ein Verein als Arbeitgeber auf?

Das sind nur einige von vielen Fragen, die entweder unbeantwortet sind oder von Gewerkschaft und Fußballverband unterschiedlich beurteilt werden.

Zwei Juristen, drei Meinungen – eine Redewendung, die in der mit Grautönen ummantelten Fußballwelt mehr denn je gilt. Und trotzdem sollte die aktuelle Krise Anlass sein, sich des Themas anzunehmen. Es ist an der Zeit, dass sich Gewerkschaft, ÖFB und kundige Juristen nach sozialpartnerischem Vorbild an einen Tisch setzen und Musterverträge für Amateurspieler erarbeiten.

Zu negieren, dass im Unterhaus viel Geld läuft, so wie das jahrzehntelang getan wurde, ist im Jahr 2020 keine Option mehr. Dabei geht es nicht nur um Spielerrechte (übrigens auch um Pflichten), es geht insbesondere darum, dass die Vereine und deren Funktionäre endlich rechtssicherer unterwegs sind. Wenn dann einer trotzdem noch meint, seine schwarze Kassa öffnen zu müssen, dann ist das seine Sache. Alle anderen Funktionäre könnten dann endlich ruhig schlafen.

 

NÖN (Woche 12/2020):

Kremser Bezirks-Spieler schauen durch die Finger

Vereine wollen bis auf wenige Ausnahmen keine Aufwandsentschädigungen zahlen. Für einige ist das dramatisch.

Am Donnerstag hegten einige Trainer noch Hoffnung. Die laufende Meisterschaft war zwar an diesem Tag vom Verband für unterbrochen erklärt worden, die Entscheidung, ob trotzdem weitertrainiert wird, lag aber noch in den Händen der Vereine. Zwei Monate Vorbereitung nicht zur Bewegungstherapie verkommen lassen und die Spieler fit halten, das hatten einige Coaches auch vor.

Unter anderem Stefan Kerzig, Trainer von Rohrendorf. Am Freitag fand dort noch ein Training statt. Eine Vorahnung, dass es das vorerst letzte sein könnte, dürften die Verantwortlichen wohl schon gehabt haben. Denn die Situation an den Grenzen verschärfte sich bereits. Innenverteidiger David Valek durfte auf Anweisung seines Arbeitgebers die Slowakei nicht mehr verlassen – aus Angst, es könnte zu Schwierigkeiten bei der Rückreise kommen. Schnell verflogen ist auch die Hoffnung von Rohrendorfs Sportlichem Leiter Franz Scheichl, Freundschaftsspiele im Ausland abzuhalten: „Testmatches in Tschechien wären eine Option für mich gewesen. Ich habe nicht gewusst, wie es da sein wird. Einige Manager vor Ort haben mir dann aber gleich gesagt, dass ich das vergessen kann.“

Für die Spieler gibt es nun ein Heimprogramm, sie sollen laufen gehen, sagt Scheichel. Diesen Auftrag gibt auch Björn Wagner, der Trainer des Kremser Sportclubs, seiner Mannschaft mit in die Corona-Pause. Drei Intervallläufe sollen die Spieler – natürlich getrennt voneinander – pro Woche absolvieren. Eine Vorgabe, die auch umgesetzt wird? „Ich kenne die einzelnen Charaktere schon ein Jahr lang. Bei den meisten habe ich keine Angst, aber zwei bis drei gehen statt dreimal vielleicht nur einmal laufen“, glaubt Wagner.

Zusätzlich zum Aktivprogramm ist in Gföhl noch eine andere Freizeitbeschäftigung verordnet worden: Videoanalyse. „Günter wird Videos von den vergangenen Vorbereitungsspielen ausschicken, damit sich die Spieler das Verhalten gegen den Ball anschauen können“, erzählt Sektionsleiter Harald Größl.

„Ohne Aufwand keine Entschädigung“

Heimprogramme haben auf Nachfrage viele Vereine verordnet. Doch wie sieht es in einer offiziell trainings- und spielfreien Zeit mit etwaigen Aufwandsentschädigungen aus? Dazu gibt es geteilte Meinungen. In der 2. Klasse Wachau ist beispielsweise in Krumau, Lichtenau und Albrechtsberg der Geldhahn zugedreht. Mit einigen Kickern bei den Waldviertler „Marillenliga“-Vereinen sind unter anderem ein Trainingsgeld, eine Auflaufprämie und ein Fixum vereinbart. Albrechtsbergs Sektionsleiter Christian Strasser sagt: „Bei uns im Verein gibt es ohne Aufwand natürlich keine Entschädigung für die Spieler.“

Für einige Akteure kann das dramatische Auswirkungen haben, das weiß auch Langenlois-Trainer Gerhard Wildpert. Für tschechische Legionäre etwa sei das Fußballgeld „ein fixer Bestandteil des Familieneinkommens“. In der aktuellen Situation von Haus aus zu sagen, keine Aufwandsentschädigung zu bezahlen, hält Wildpert für gefährlich. „Ich sehe es nicht so wie Hans Gartner. Wenn man vertragsbrüchig wird, ist es möglich, dass es zur automatischen Vertragsfreistellung in der nächsten Übertrittszeit kommt.“ Man müsse sich die einzelnen Verträge genau anschauen.

Eng werden könnte es ab April auch für Lengenfelds bosnische Legionäre Goran Kecman und Nikola Milicevic, die abseits des Titelanwärters in der 1. Klasse Nordwest-Mitte über kein Einkommen verfügen. Obmann Raimund Mader will zumindest die März-Gagen noch ausbezahlen, danach sei es aber „unmöglich“. „Wie willst du das machen? Es fallen die ganzen Einnahmen weg.“ Dass Kecman und Milicevic die aktuelle Situation ein „Loch reinreißt“, wisse er, sagt Mader. „Aus ihrer Sicht bleibt nur zu hoffen, dass es schnell wieder weitergeht.“

Noch abgeklärt werden soll der Verein-Spieler-Geldfluss unter anderem in Weißenkirchen, Gföhl, Rehberg und Rohrendorf. Letztere zwei haben Kompromisslösungen in Aussicht gestellt. Nicht nötig, sich über solche Dinge Gedanken zu machen, hat übrigens der USV St. Leonhard/Hornerwald. Beim Tabellenneunten der 2. Klasse Wachau gibt es das ganze Jahr über für keinen einzigen Spieler Geld.
Wie es angesichts wegfallender Einnahmen bei Heimspielen wirtschaftlich insgesamt weitergeht, dazu hat LangenloisCoach Wildpert eine interessante Meinung. Aus seiner Sicht könne die aktuelle Lage für „den einen oder anderen Verein hilfreich“ sein. „Es müssen keine Punktegelder ausgezahlt werden, und man muss den Jugendbereich nicht abdecken. Umgekehrt sind die Sponsoreneinnahmen gesichert, das sind Jahresbeiträge. Bei vielen Vereinen, wo die Situation angespannt ist, kann eine Entspannung eintreten.“

In sportlicher Hinsicht befürworten viele Funktionäre und Trainer Präsident Gartners Ansage, dass eine Annullierung der Saison sowie keine Auf- und Absteiger wohl am sinnvollsten wären . Lediglich beim ESV Krems würde man eine Wertung nach dem aktuellen Meisterschaftsstand befürworten – und das, obwohl man hinter den ohne Punktverlust dastehenden Getzersdorfern selbst Tabellenzweiter ist. „Getzersdorf hätte nach so einer Hinrunde den Aufstieg verdient“, sagt der Sportliche Leiter Josef Mitterböck.

 

Müssen Klubs weiter zahlen?

Kontroverse: NÖFV-Präsident Gartner und Gewerkschafter Zirngast sind sich nicht einig, ob Klubs Kicker in der Corona-Krise zahlen müssen.

In Niederösterreichs Fußball ruht seit Tagen der Ball. Ob damit auch der Zahlungsfluss im Unterhaus zum Erliegen kommt, ist strittig. NÖFV-Präsident Johann Gartner hat eine klare Meinung dazu: „Aufwandsentschädigungen können nur dann schlagend werden, wenn auch ein Aufwand getätigt wird. So schaut das rechtlich aus.“

Gernot Zirngast von der Fußballergeschwerkschaft VdF gibt Gartner grundsätzlich recht, spezifiziert aber: „In einem Vertrag kann hundert Mal Aufwandsentschädigung stehen, wenn das nicht tatsächlich so gelebt wurde, ist das unerheblich.“ Was meint Zirngast damit? Ist diese „Aufwandsentschädigung“ Monat für Monat gleich, liege ihr kein tatsächlicher Aufwand in Form einer unterschiedlichen Anzahl an Trainings zugrunde. „Dann ist das ein Fixum und wohl auch in Zeiten wie diesen weiter zu zahlen. Da gibt es bereits Gerichtsurteile, die das bestätigen.“ Die Spielergewerkschaft habe seit Jahren auf diese Tücken hingewiesen: „Vielleicht erfolgt da jetzt ein Umdenken.“

Grundsätzlich strengt Zirngast in Zeiten der Corona-Krise aber keine Eskalation der Lage an. „Wir hoffen auf einen guten Dialog zwischen Spielern und Klubs. Nur so können diese Krise alle unbeschadet überstehen.“

Da hakt auch Gartner ein: „Ich bin mir bewusst, dass auf die Vereine wirtschaftlich schwierige Zeiten zukommen.“

 

NÖFV-Präsident: „Fußball nicht an erster Stelle“

Johann Gartner, Präsident des Niederösterreichischen Fußballverbandes,  über die Auswirkungen des Coronavirus auf den heimischen Fußball.

meinfussball.at: Am Donnerstag hat der Fußballverband den Rollbalken für den Spielbetrieb heruntergelassen. Wie schmerzhaft ist diese Maßnahme für Sie?
Johann Gartner:Leicht gefallen ist sie uns nicht. Aber sie ist unverzichtbar. Das Schwierige an der Lage ist, dass wir nicht wissen, wie lange das Ganze dauern wird. Wenn sich bis Ostern die Situation entspannt, dann könnte der Fußball noch glimpflich davonkommen. Wenn nicht, dann wird man sich zum Spielbetrieb in der aktuellen Saison etwas überlegen müssen. Wir alle hoffen, dass die Maßnahmen, die die Regierung erlassen hat, greifen.

Welchen Appell richten Sie an die Fußballfunktionäre, an die Aktiven in Niederösterreich?
Fahrt eure Kontakte herunter so weit möglich, setzt die Maßnahmen um. Die Gesundheit steht an erster Stelle. Dann kommt mit Abstand die Wirtschaft und frühestens an dritter Stelle unser Hobby, der Fußball. Dessen müssen wir uns bewusst sein.

Hat der Fußballverband einen Plan B in der Schublade, falls die Meisterschaft nicht regulär zu Ende gespielt werden kann?
Ja, damit werden wir uns beschäftigen müssen. Selbst wenn sich die Lage schnell entspannen würde, könnten wir nicht unbeschränkt englische Wochen spielen. Da wird‘s erst einmal darum gehen, die Arbeitswelt wieder raufzufahren. Das wird beruflich kaum gehen.

Welche Lösungen könnte es für den Fall eines Meisterschaftsabbruchs geben?
Ich denke da an die Maul- und Klauenseuche 1973 zurück, die den Spielbetrieb in Niederösterreich massiv getroffen hat. Da kam‘s auch zu Abbrüchen in einigen Spielklassen. Eine Annullierung der Saison, also weder Auf- noch Abstieg, erscheint mir am sinnvollsten. Nach dem aktuellen Meisterschaftsstand zu werten, wäre willkürlich.

 

Erst einmal hinten anstellen

Wolfgang Wallner über das NÖ-Unterhaus und die Corona-Krise.

Trainerwechsel, die ersten Pflichtspielduelle, Auf- und Abstiegsspekulationen – all diese Themen haben uns Sportverrückte noch vergangene Woche „elektrisiert“. Aus und vorbei. Der Sport steht still. Dennoch drängen sich einige Fragen auf.

Vor allem jene nach dem „Schicksal“ der laufenden Meisterschaft. Im Eishockey hat man die Antwort schon gefunden. Die Liga wird abgebrochen, es gibt weder Meister noch Absteiger. Im Fußball ist man noch lange nicht soweit.

Ob man‘s will oder nicht: Auch im Unterhaus ist durchaus Geld im Spiel. „Aufwände“ werden selbst in den 2. Klassen getätigt. Funktionäre, die ja für die Vereinsgebarung haften, wünschen sich frühestmöglich Klartext, um die finanziellen Weichen stellen zu können. Ähnliches gilt für die Tabellen zur Halbzeit der geplanten Saison, die wohl nicht regulär zu beenden ist. Zählt der Status Quo für Auf- und Abstieg oder wird alles auf Null gestellt, um der Ausnahmesituation Rechnung zu tragen?

Fragen, die spätestens zu Ostern Antworten finden sollten. Um Gewissheit in Zeiten der Ungewissheit zu schaffen. Dennoch: Diese Fragen müssen sich heute hinten anstellen. Ganz am Ende der Schlange an Herausforderungen, denen wir uns jetzt stellen müssen.