Corona-Virus Presseberichte

Feuer für Fußball lodert

 

 

 

 

 

 

 

 

PRESSE-BERICHTE: 

NÖN (Woche 27/2020):

Feuer für Fußball lodert

In Langenlois, Weißenkirchen und Gföhl ist die Vorfreude auf Kontaktsport riesig.

Während das Transferkarussell bei Vereinen in anderen Ligen schon richtig Fahrt aufgenommen hat, war es bei den Gebietsligaklubs Langenlois, Weißenkirchen und Gföhl in den vergangenen Wochen vergleichsweise ruhig. Die NÖN hat nachgefragt, wie die Lage im Kamptal, in der Wachau und im Waldviertel ist.

Was alle drei Vereine und ihre Funktionäre eint, ist die Vorfreude auf Trainings mit Körperkontakt und den vermuteten Meisterschaftsbeginn Anfang September. Weißenkirchen startet am 10. Juli in die Vorbereitung, Langenlois am 13. und Gföhl am 20. „Ohne Körperkontakt ist das einfach nicht das Wahre, da gehen dir dann irgendwann als Coach auch die Übungen aus“, kann es Weißenkirchen-Trainer Christian Karl kaum erwarten, wieder „normale“ Trainings zu leiten.

Um die Spieler wieder an ihre Prä-Corona-Fitness heranzuführen, wird die Sommervorbereitung nicht wie gewohnt ablaufen, sagt Langenlois-Trainer Gerhard Wildpert: „Das wird eher eine Wintervorbereitung, etwas länger, aber behutsam, um die Verletzungsanfälligkeit im Griff zu haben.“ Der Langzeitcoach will den Sommer aber vor allem auch nutzen, um einen wunden Punkt auszumerzen. „Im zentralen Mittelfeld lag sicherlich unsere Schwäche. Da erhoff ich mir durch Michael Holzer die nötige Stabilität, und hoffentlich können wir das gewisse Etwas in der zentralen Offensive noch durch einen Neuzugang ins Team bringen.“

Seine Hausaufgaben erledigen will auch Weißenkirchen. „Wir sollten uns nicht an der Hinrundentabelle messen, da war auch echt viel Pech in den Spielen dabei. Ich hoffe, durch die jungen Wilden einen ,Weißenkirchen-Punch‘ in die Mannschaft zu bekommen. Klar ist, dass wir defensiv kompakter und vorne durchschlagkräftiger werden müssen“, meint Karl.

Gföhl-Spielertrainer Günter Schrenk sieht das große Manko seiner Truppe vor allem in der fehlenden Konstanz, daran wolle man ab Ende Juli arbeiten.

Mit drei neuen Spielern war Langenlois bis dato der fleißigste Bezirksvertreter aus der Gebietsliga auf dem Transfermarkt. Nach Michael Holzer (Grafenwörth) und Tobias Lind-Fallmann (Melk) kommt Clemens Laschober vom USC Schweiggers. Der 22-Jährige ist auf der linken Außenbahn beheimatet. Abgeschlossen ist die Einkaufstour nach den Abgängen der Legionäre Martin Zocek, Patrik Ruzicka und David Steiner sowie von Fezulla Sali und Dominic Gottsmann aber noch nicht. „Wir haben ein paar Kandidaten zur Auswahl. Wir brauchen mit Sicherheit einen Mittelstürmer, einen offensiven zentralen Mittelfeldspieler und eventuell offensive Außenbahnspieler, um auch die Kaderbreite auszufüllen“, sagt Trainer Wildpert.

In Weißenkirchen hingegen sollen die Abgänge so gut wie möglich aus den eigenen Reihen kompensiert werden. „Wir wollen den Weg mit den eigenen Jungen gehen. Die musst du dann eben einfach ins kalte Wasser werfen. Aber ich bin überzeugt, dass die Burschen das draufhaben“, sagt Karl. Aktuell steht ein Abgang fest: Patrick Neugebauer verlässt die Wachau nach drei Jahren und dockt in Hadersdorf (1. Klasse NW/Mitte) an. Bei Legionär Roman Sopusek ist noch keine Entscheidung gefallen, es deutet sich allerdings ein Wechsel an.

Die wenigsten Veränderungen wird es in Gföhl geben. Spielmacher Michal Gonda hängt seine Schuhe an den Nagel, für ihn kommt Thomas Steinbauer aus Schweiggers. „Mit Thomas haben wir Michal sehr gut ersetzt, es ist quasi ein Eins-zu- eins-Ersatz“, so Gföhls Trainer Günther Schrenk.