KM/Reserve: 16.10.2020 Gars – Langenlois 5:5

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel:
Langenlois und Gars trennen sich in einem torreichen Spiel mit 5:5.
Spielbericht

Presseberichte

 

 

 

 

KM: SCU Gars/Kamp gegen USV Raiffeisen Langenlois  5:5

Spielbericht:

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Zehn Treffer, aber kein Sieger

Im Kamptal-Derby schenkten sich Gars und Langenlois nichts. Nach 90 turbulenten Minuten und einer extrem spannenden Schlussphase stand es 5:5.

Was für eine irre Partie in Gars! Zehn Tore, wobei fünf in den allerletzten Minuten fielen. Da liefen die Hausherren zweimal einem Rückstand nach, drehten in Minute 90 ein 3:4 in ein 5:4 um, und gingen dennoch nicht als Sieger vom Platz. „Ich denke, beide Trainer waren stark herzinfarktgefährdet“, lachte nach der Partie Gars-Coach Martin Aichinger. Der freute sich am Spielende zwar über das X gegen den Titelanwärter, trauerte aber auch dem Sieg nach.
Im Kamptal-Derby begegneten sich beide Teams von Beginn weg mit offenem Visier. Zunächst mit Vorteilen für die Garser, die durch Markus Angenbauer nach 20 Minuten auch in Führung gingen. Doch die Gäste schlugen zurück. Zunächst wurde Kozak per Rempler im Strafraum gestoppt und Leligdon verwertete den fälligen Elfmeter, ehe Kozak zwei Minuten später selbst zuschlug und auf 2:1 für Langenlois stellte. Noch vor dem Wechsel gelang Jakes der Ausgleich. Nach der neuerlichen Langenloiser Führung durch Eilenberger in Minute 54 plätscherte das Geschehen dahin, ließ Jakes die neuerliche Ausgleichschance aus, als er den Ball alleine vorm Tor nicht unterbrachte.

Fünf Tore in der Schlussphase

So hielt dieser Spielstand bis zur 85. Minute, ehe sich die Ereignisse total überschlugen. Der Ex-Langenloiser Max Blauensteiner zündete den Turbo, sprintete übers ganze Feld, um einen Stanglpass zum 3:3 zu verwerten. Zwei Minute später schlug auf der Gegenseite aber wieder Goalgetter Kosak zu – 3:4. Gegenzug, Foul an Angenbauer, Elfmeter: Wieder war Blauensteiner am Zug, 4:4 (89.). Nächster Angriff, wieder Tor: Markus Angenbauer stellte in der ersten Minute der Nachspielzeit auf 5:4. Der Endstand war das aber immer noch nicht. Pass in die Tiefe, Kosak läuft aufs Garser Tor, 5:5 (92.). Erst dann gab‘s den Schlusspfiff.

 

PRESSE-BERICHTE: 

NÖN (Woche 43/2020):

Gars – Langenlois 5:5

Im Kamptal-Derby begegneten einander beide Teams von Beginn weg mit offenem Visier. Die Hausherren hatten zunächst die Oberhand und gingen auch nach 20 Minuten durch Markus Augenbauer mit 1:0 in Führung. Doch die Wildpert-Elf schlug zurück. In der 26. Minute wurde Langenlois-Knipser Jan Kosak per Rempler zu Fall gebracht. Den folgerichtigen Elfmeter verwandelte Jan Leligdon souverän zum Ausgleich. Nur zwei Minuten nach dem Treffer schlug Kosak nun selbst zu. Der Stürmer erzielte in der 28. Minute die zwischenzeitliche Führung für die Langenloiser. Doch die Hausherren kamen noch vor der Pause zurück, Antonin Jakes (41. Minute), die Teams gingen mit einem 2:2 in die Katakomben.

Die Wildpert-Elf kam etwas besser aus der Kabine und ging erneut in Führung, Sebastian Eilenberger beförderte den Ball ins Netz. Danach plätscherte das Spielgeschehen dahin, das 3:2 aus Sicht der Gäste hielt bis zur 85. Minute, die Schlussphase wurde kurios: Zuerst verwertete der Ex-Langenloiser Max Blauensteiner einen Stanglpass zum 3:3. Zwei Minuten später schlug Kosak erneut zu – 4:3. Im Gegenzug ein Foul an Augenbauer, Elfmeter, erneut Blauensteiner – 4:4. Gars ging in der 91. Minute durch Augenbauer in Front, doch das war es noch nicht. Jan Kosak lief nach einem Pass in die Tiefe allein aufs Garser Tor zu und verwandelte zum 5:5-Endstand. „Jetzt bin jetzt schon eine Weile im Geschäft, aber so ein kurioses Spiel habe ich noch nicht erlebt. Die Mannschaft hat enorme Mentalstärke“, so Gerhard Wildpert.

 

Kosak füllt die Lücke

Langenlois scheint sein Stürmerproblem der letzten Jahre mit Jan Kosak gelöst zu haben.

Langenlois steht nach acht Spielen an der Spitze der Tabelle. Mit 17 Punkten aus acht Runden könnte rein rechnerisch nur der Bezirksrivale aus Weißenkirchen die Tabellenführung übernehmen. Die Wachauer liegen mit zwei Spielen weniger vier Punkte hinter der Wildpert-Elf. Doch schon am kommenden Freitag kommt es zum direkten Duell der beiden Teams.

Coach Gerhard Wildpert ist mit seiner Mannschaft bis dato sehr zufrieden. „Ich muss der sportlichen Leitung gratulieren, die Mannschaft ist sehr homogen, und es macht in jeder Trainingseinheit enorm viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Hätten wir diese Mannschaft in der 2. Landesliga gehabt, wären wir nicht abgestiegen.“

Dass auch die notwendige Mentalität in der Mannschaft steckt, haben die Kamptaler in dieser Saison schon zweimal eindrucksvoll bewiesen. Auswärts konnte Langenlois in Kottes das Spiel in der Nachspielzeit drehen, und auch in Gars rettete Jan Kosak in letzter Minute sein Team beim 5:5. Mit ihm scheint Langenlois sein Stürmerproblem endlich in den Griff bekommen zu haben. Seit dem Abgang der Loiser „Lebensversicherung“ Michael Wildpert zu Rohrendorf im Sommer 2018 ist es der sportlichen Leitung um Thomas Korbel erstmals gelungen, mit Jan Kosak wieder einen echten „Knipser“ in seine Reihen zu bringen. Kosak hält nun nach acht Runden bei zehn Treffern, ist ligaintern der zweitbeste Schütze. Der Tscheche kam vom oberösterreichischen Verein Rohrbach-Berg, gemeinsam mit dem zweiten Legionär Jan Leligdon. Wildpert ist mit beiden sehr zufrieden. „Da hat die sportliche Leitung ein gutes Händchen mit unseren zwei Gastarbeitern bewiesen. Kosak ist zurzeit unheimlich effizient.“

Kann Kosak die aktuelle Form halten und weiter treffen, hat Langenlois seit Michael Wildpert wieder einen Stürmer in seinen Reihen, der die Loiser zum Aufstieg schießen könnte.

Doch Wildpert sieht noch genug Verbesserungspotenziel in der Mannschaft. „Wir spielen vorne mit, haben eine super Mentalität. Aber wir müssen effektiver im Umschaltspiel und variantenreicher in der Offensive werden“, meint der Coach.

 

Reserve: SCU Gars/Kamp gegen USV Raiffeisen Langenlois  3:3