Öffnungsschritte im Breitensport: Was der Mai dem Sport bringt

Öffnungsschritte im Breitensport: Was der Mai dem Sport bringt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Öffnungsschritte im Breitensport: Was der Mai dem Sport bringt

Mit Zutrittstests soll ab 19. Mai der Amateurteamsport sein Comeback feiern.

Die erhofften Perspektiven für den Sport nehmen Formen an. Für den 19. Mai hat die Bundesregierung umfassende Öffnungsschritte angekündigt. Was ist dann möglich im Sportbereich, was gilt‘s zu beachten und wie geht‘s weiter? Wir haben die wichtigsten Themen unter die Lupe genommen.

Was soll ab 19. Mai in Sachen Sport erlaubt werden?
Ziemlich viel. Kontaktsportarten können im Freien wie auch in der Halle wieder ausgeübt werden. Das gilt sowohl für Trainings (samt Vollkontakt) als auch für Matches. Die Vereine bzw. die Betreiber der Sportstätten müssen – wie schon im Herbst vorgesehen – ein Präventionskonzept erarbeiten. Auch die Fitnesscenter öffnen wieder ihre Pforten. Vorerst nicht möglich sind Volksläufe mit Massenstarts. Denn bei der Sportausübung „im öffentlichen Raum“ gilt eine Beschränkung auf maximal zehn Personen.
Wie bei allen anderen Maßnahmen gilt: Die jeweiligen Bundesländer (wie aktuell etwa Wien) können strengere Vorschriften erlassen.

Welche Voraussetzungen müssen die Sportler erfüllen?
Ein aktueller Zutrittstest ist obligatorisch. Von der Testpflicht befreit sind Corona-Genesene bis sechs Monate nach ihrer Erkrankung und Geimpfte (ab dem 21. Tag nach dem „Erststich“). Die Nachweise sollen in den nächsten Wochen in den „grünen Pass“ aufgenommen werden. Ein Antigen-Schnelltest ist für 48 Stunden gültig, der verlässlichere PCR-Test gilt 72 Stunden. Zudem wird die Verordnung eine Registrierungspflicht (etwa auf Trainingslisten) vorschreiben. Der organisatorische Aufwand für die Klubs ist beachtlich. Ist das noch praktikabel? „Ja“, sagt NÖ-Fußballboss Hans Gartner. „Wenn dadurch ein normaler Betrieb mit Zuschauern und Kantineneinnahmen möglich ist.“

Was gilt‘s bei Hallensportarten zu beachten?
Es gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie im Freien. Veranstaltungen wie Kinderturnen, Handballtrainings & Co. sind wieder möglich. Zu beachten ist die Gruppengröße. Pro Person müssen in der Halle 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Sind auch Spiele bzw. Wettkämpfe mit Zuschauern möglich?
Prinzipiell ja. Unter freiem Himmel können bis zu 3.000 Fans dabei sein, indoor maximal 1.500 Besucher – sofern zugewiesene Plätze vorhanden sind. Noch offen ist, ob das auch bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Plätze, wie im Amateurbereich üblich, gilt. Die Auslastung ist mit 50 Prozent limitiert. Und: Die Partien müssen bei der Behörde angezeigt werden. Auch bei Freiluftveranstaltungen müssen FFP2-Masken getragen werden. Und die Fans müssen ebenso wie die Aktiven einen Zutrittstest vorweisen können. Der Ausschank in der Kantine ist erlaubt. Die Vorschriften für die Gastronomie müssen beachtet werden.

Kann der Nachwuchsfußball vor dem Sommer loslegen?
Im Kampfmannschaftsbereich hat der NÖFV die Saison abgebrochen, für den Nachwuchs ist man aber guter Dinge. Sollte, wie erhofft, mit dem Ende des strengeren Lockdowns ab 2. Mai wieder „kontaktfreies“ Jugendtraining möglich sein, will der Verband die ausstehenden Herbstrunden in den Jugendhauptgruppen wie auch in den Nachwuchslandesligen fertigspielen. Startdatum wäre der 6. Juni. „Es geht darum, den Kindern wieder einen Anreiz zu geben, um sie beim Fußball zu halten“, sagt NÖFV-Mitarbeiter Ernst Schicklgruber.

Welche Perspektiven ergeben sich im Fußball durch die Lockerungen?
Für die Regionalliga ergibt sich noch eine Mini-Chance auf einen Nachtrag der Herbstpartien. „Drei Wochen, die verbleiben, sind zu knapp“, zeigt sich NÖFV-Boss Gartner skeptisch. Ende der kommenden Woche wird die Paritätische Kommission entscheiden. Einen vorgezogenen Saisonstart 2021/22 Ende Juli – wie ihn das Burgenland beschlossen hat – wird‘s in NÖ nicht geben. Hier soll es Mitte August wieder losgehen.